Vorläufige Leseprobe – Änderungen möglich.
SG5 – Der Anfang
Der Einsatz, der alles verändert hat.
Prolog
Afghanistan Kabul
Camp Warehouse
07:30 Uhr
Leutnant Robert Harpe und Feldwebel Andreas Eismann verliesen gerade den Dusch-Container nur in Kaki Shorts und Badelatschen auf dem Weg zu ihrem Zelt. Der Generator neben dem Container tat sein Möglichstes um die Klimaanlage zu versorgen. Das monotone Brummen lag wie ein Hintergrundrauschen über dem Camp.
„Schau mal zur Fressbude, wir sind wieder zu spät die Schlange steht schon bis vors Zelt“, sagte Eismann und deutete zur Feldküche.
„Dann sehen wir zu das wir fertig werden.“
Eismann nickte zustimmend.
„Ist dir schon mal aufgefallen, das dir die Kameraden dir immer hinterher schauen?“, fragte Harpe.
„Das wird wohl an meinem schönen Rücken liegen“, antwortete Eismann Achselzuckend.
Auf Eismanns Rücken war eine große Brandwunde von einer ihrer letzten Patrouillen zurück geblieben. Ein paar der Narben glänzten noch hell in der Morgensonne. Harpe und Eismann kannten sich schon ein paar Jahre. Sie stammten beide aus Bad Reichenhall. Seit einem Jahr war Eismann zu Harpes Zug gekommen und war jetzt der zweite Mann im Zug.
Feldküche
Über dem Lager lag der typische Geruch von Staub, Diesel und heißem Metall. In der Ferne dröhnten Generatoren. Leutnant Harpe und Feldwebel Eismann standen in der Schlange vor der Essensausgabe der Feldküche. Der Morgen war bereits heiß, obwohl die Sonne noch nicht lange über den staubigen Hügeln Afghanistans stand. Vor der Ausgabe drängten sich Soldaten aus allen möglichen Einheiten: Fallschirmjäger, Pioniere, Sanitäter, Gebirgsjäger, sogar ein paar von der Marine.
Jeder wollte möglichst schnell an sein Frühstück kommen. Der Geruch von Kaffee, Rührei und angebratenem Speck mischte sich mit Staub.
Eismann schob sein Tablett ein Stück weiter nach vorne.
„Wenn das hier noch länger dauert, gibt’s statt Frühstück, Mittagessen“, brummte er.
Harpe grinste leicht.
„Sei froh, dass es überhaupt warmes Essen gibt.“
In diesem Moment versuchte sich ein Marinesoldat von der Seite vorzudrängeln und stieß Eismann mit dem Ellenbogen an. Eismann blieb stehen und drehte langsam den Kopf.
Als er den Marine Soldaten sah.
„Fisch Köpp bäh“, sagte er zu Harpe und spuckte auf den Boden.
„He, Wasserkopp“, knurrte er. „Die Freßgasse für euch ist neben der Latrine.“
Der Marinesoldat drehte sich sofort um. Seine Augen funkelten wütend.
„Was will der Schlammkriecher denn hier?“
Der Marine Soldat war mindestens einen Kopf größer als Eismann und deutlich breiter gebaut. Der Seemann füllte Eismanns Blickfeld fast komplett aus.
Eismann reichte sein Tablett wortlos an Harpe weiter. Für einen Moment schien alles still zu stehen.
„Halt mal.“
Er rollte die Schultern.
Harpe sah sofort, wohin das führte. Prügeleien in der Feldküche waren das Letzte, was der General im Lager sehen wollte.
Harpe hob beschwichtigend die Hand.
„Meine Herren“, sagte er ruhig. „Wollt ihr euch wegen dem Fraß hier wirklich prügeln?“
Er deutete auf die dampfenden Metallbehälter hinter der Ausgabe.
„Das lohnt sich doch gar nicht.“
Der Marinesoldat wollte gerade etwas erwidern, als sein Blick auf Harpes Rangabzeichen auf der Brust fiel. Harpe trug ein verschwitztes kaki T-Shirt wo nur auf der Brust Rangabzeichen zu sehen waren.
Sofort richtete sich der Seemann auf.
„Verzeihung, Herr Leutnant. Das war ein Missverständnis. Hab Sie nicht gleich erkannt.“
Eismann schnaubte.
„Ja, ein Missverständnis mit Ellenbogen.“
„Beruhigt euch, es genug für alle da“, lachte Harpe.
Bevor die Situation weiter eskalieren konnte, kam ein anderer Soldat vorbei, der sein leeres Tablet zurück bringen wollte. Er blieb kurz stehen.
„Ach… Leutnant Harpe.“
Harpe sah auf.
„Der Alte will Sie sehen.“
„Jetzt?“
„Jetzt!“
Der Soldat zuckte mit den Schultern und ging weiter. Eismann nahm sein Tablett wieder an sich.
„Na wunderbar. Nicht mal frühstücken lassen sie einen.“ murmelte Harpe
Harpe nahm seinen Becher Kaffee.
„Heb mir was auf.“
Eismann grinste.
„Wenn die Marine nicht alles wegfrisst.“
Kommandozelt
Im Kommandozelt war es bereits früh am Morgen unerträglich heiß. Die Luft stand fast still, und der Geruch von Kaffee, Staub und verschwitzter Uniform hing schwer zwischen den Zeltwänden.
Fliegen kreisten träge um eine halbleere Kaffeetasse auf dem Tisch. Eine setzte sich kurz an den Rand, wurde aber sofort wieder verscheucht.
Hauptmann Hartman stand über einer Karte gebeugt und stützte sich mit beiden Händen auf den Tisch.
Harpe blieb am Eingang stehen.
„Herr Hauptmann, Leutnant Harpe meldet sich.“
Hartman blickte auf und verzog das Gesicht.
„Schon gut, Herr Leutnant. Kommen Sie her.“
„Mal ganz locker, Herr Leutnant. Sie wissen doch, dass ich das nicht mag.“
Harpe trat näher.
„Verzeihung, Herr Hauptmann. Gelernt ist gelernt.“
Hartman schnaubte.
„Geschenkt.“
Er griff nach seiner Kaffeetasse, sah hinein und stellte sie angewidert wieder ab.
„Also gut. Ich habe einen Auftrag für Sie.“
Er stand auf und ging zu einer großen Karte, die mit Klebeband an einer Holzwand befestigt war.
Mehrere rote Markierungen waren darauf eingezeichnet.
Hartman deutete mit dem Finger auf einen kleinen Punkt nordöstlich des Lagers.
„Hier.“
Harpe trat näher.
„Das Dorf ……..südlich von Kabul in der Provinz Logar
Hartman verzog das Gesicht.
„Keine Ahnung, wie man das ausspricht. Irgendwas mit fünf Konsonanten hintereinander.“
Harpe lächelte leicht.
„Afghanistan.“
Hartman nickte.
„Genau.“
Er tippte erneut auf die Karte.
„Hier steht eine Wasserpumpstation. Die Anlage wurde vor zwei Jahren von einer Hilfsorganisation gebaut.“
Harpe verschränkte die Arme.
„Und jetzt?“
Hartman sah ihn ernst an.
„Jetzt benutzen sie alle.“
Er machte eine kurze Pause.
„Die Dorfbewohner… und die Taliban.“
Harpe schwieg.
Hartman fuhr fort.
„Offiziell ist es ein ziviles Projekt. Inoffiziell haben wir Hinweise, dass sich dort regelmäßig Kämpfer treffen.“
Er sah Harpe direkt an.
„Ich will wissen, was da draußen wirklich läuft.“
Für einen Moment blieb es still zwischen ihnen.
„Aufklärung?“
„Genau.“
Hartman verschränkte die Hände hinter dem Rücken.
„Sie fahren mit Ihrem Zug raus. Nehmen Sie die Jalalabad Road, dann den Nangarhar Highway. Hier zweigt eine Straße nach Süden ab, Richtung Logar Province.“
Der Hauptmann fuhr mit dem Finger über die Karte.
„Folgen Sie der Straße bis zu diesem Dorf hier.“
„Das Dorf, wenn man das so nennen kann, liegt etwa sechzig Kilometer nordöstlich von hier, Fahrzeit ungefähr eine Stunde.“
Hartman grinste trocken.
Harpe seufzte leise.
„Schauen Sie sich die Anlage an, sprechen Sie mit den Dorfbewohnern und melden Sie mir, was Sache ist.“
Harpe nickte langsam.
„Wann geht’s los?“
„Machen sie sich im Lagezentrum mit den Örtlichkeiten vertraut. Vergessen Sie nicht bei den Eierköpfen von der Aufklärung, rein zu schauen.“
„Natürlich.“
Hartman trat wieder zum Tisch zurück.
„Noch etwas.“
Harpe sah ihn an.
„Seien Sie vorsichtig.“
„Das sind wir immer.“
Hartman schüttelte leicht den Kopf.
„Heute vielleicht ein bisschen mehr“, warnte Hartman.
Er sah wieder auf die Karte.
„Die Gegend ist in letzter Zeit…mh… sagen wir unruhig.“
Harpe nickte.
„Verstanden.“
Hartman griff wieder nach seiner Tasse, stellte aber fest, dass sie leer war.
„Und jetzt verschwinden Sie, bevor die Feldküche dichtmacht.“
Harpe schaute auf die Uhr und grinste hungrig.
„Zu spät.“
Harpe verlies das Kommandozelt und machte sich auf den Weg zum Lagezentrum. Auf der staubigen Lagerstraße lief ein junger Soldat an ihm vorbei.
„He… sie sind doch der neue, vom ersten Zug“, rief er ihm hinter her.
Der Soldat blieb abrupt stehen und drehte sich zu Harpe um.
„Herr Leutnant?“
„Wissen Sie wo die Zelte vom zweiten Zug sind?“
„Jawohl, Herr Leutnant.“
„Suchen sie Feldwebel Eismann und sagen sie ihm er soll ins Lagezentrum kommen.“
„Jawohl Herr Leutnant, wie erkenne ich Ihn?“
„Er ist wohl der einzige Soldat im Lager der einen weißen Igelhaarschnitt hat.“
„Jawohl!“
Der Soldat lief weiter. Harpe konnte nur den Kopf schütteln.
Diese grünen Jungs, verhalten sich immer noch wie zu Hause auf dem Kasernenhof, aber das lernt er auch noch, dachte er und betrat das Lagezentrum.
Kapitel 1
Kabul, Afghanistan
Camp Warehouse
08:30 Uhr
Lagezentrum
Als Harpe das Lagezentrum betrat, schlug ihm sofort die abgestandene Hitze entgegen. Mehrere Ventilatoren brummten träge unter der Zeltdecke, schafften es aber kaum, die warme Luft zu bewegen. Auf großen Klapptischen lagen Karten ausgebreitet, daneben Funkgeräte, Notizblöcke und halb geleerte Kaffeebecher. Zwei Soldaten beugten sich über einen Laptop und diskutierten leise über Koordinaten. An der hinteren Zeltwand hing eine große Karte der Region von Kabul. Rote und blaue Markierungen zeigten Straßen, Dörfer und bekannte Zwischenfälle. Harpe trat näher an die Karte heran. Ein Stabsunteroffizier blickte kurz auf.
„Kann ich helfen, Herr Leutnant? “
„Ich brauche Informationen zu einem Dorf hier oben in der Logar-Provinz “, sagte Harpe und deutete auf die Karte.
Der Soldat nickte, nahm einen Stift und trat neben ihn.
„Das hier meinten Sie?“
Er kreiste ein kleines Dorf ein.
„Ungefähr sechzig Kilometer nördlich von hier. Kleines Dorf, vielleicht zwanzig Häuser. Die Straße dorthin ist größtenteils unbefestigt.“
Harpe verschränkte die Arme und betrachtete die Karte.
„Gelände?“
„Hügelketten westlich der Straße. Felder entlang eines kleinen Bewässerungskanals. Im Sommer ziemlich staubig.“
Der Soldat redete weiter.
„Hier gibt es eine Wasserpumpstation. Die versorgt mehrere Dörfer in der Umgebung.“
Harpe nickte langsam.
„Genau da müssen wir hin.“
„Engstellen?“ fragte Harpe weiter.
Der Stabsunteroffizier zeigte auf eine Kurve einige Kilometer vor dem Dorf.
„Hier. Eine kleine Brücke über einen trockenen Graben. Fahrzeuge müssen dort langsamer fahren.“
In diesem Moment trat Feldwebel Eismann ins Zelt. Er blieb kurz stehen, ließ den Blick über die Karten und Geräte schweifen und trat dann neben Harpe.
„Ich hatte schon befürchtet, Sie hätten ohne mich angefangen.“
Harpe deutete auf die Karte.
„Wir fahren raus. Kleines Dorf in der Logar-Provinz. Wasserpumpstation überprüfen. Nichts Besonderes.“
Eismann beugte sich über die Karte.
„Nichts Besonderes gibt es hier unten selten.“
Harpe grinste kurz.
„Deshalb schauen wir vorher bei den Eierköpfen vorbei.“
Eismann nickte zustimmend.
„Gute Idee.“
Ein paar Minuten später betraten sie den Container der militärischen Aufklärung.
Im Inneren war es deutlich kühler. Mehrere Bildschirme zeigten Karten, Funkverkehr und Satellitenbilder. Ein Analyst mit Brille und Headset saß vor einem Monitor und tippte etwas in die Tastatur.
Er blickte auf, als Harpe und Eismann eintraten.
„Was kann ich für Sie tun?“
Harpe trat an den Tisch.
„Wir fahren zu diesem Dorf.“
Er schob ihm die Koordinate auf einem Zettel zu.
Der Analyst tippte kurz etwas ein. Auf einem Bildschirm erschien ein Satellitenbild der Gegend.
„Letzte Woche gab es dort eine gemeldete Bewegung.“
Eismann hob eine Augenbraue.
„Taliban?“
Der Analyst zuckte mit den Schultern.
„Nicht bestätigt. Drei oder vier bewaffnete Männer wurden gesehen. Könnten auch lokale Milizen gewesen sein.“
Harpe betrachtete das Bild.
„Feindliche Aktivitäten in der Nähe?“
„Keine bestätigten Sichtungen.“
Der Analyst zoomte weiter hinein.
„Aber die Hügel hier wären ein guter Beobachtungspunkt.“
Eismann verschränkte die Arme.
„Natürlich wären sie das.“
Harpe nickte langsam.
„Danke. Das reicht uns.“
Als sie den Container wieder verließen, war die Sonne bereits höher gestiegen.
„Alles klar Eismann, sag den Jungs Bescheid. Mach zwei Dingos fertig. Munition, Verpflegung du weist ja… Ach ja, diesmal nicht die Muni für das Fünfziger vergessen, nicht wie beim letzten mal. Da hatten wir Schwein das wir sie nicht gebraucht haben.“
„Der ganze Zug?“
„Warum? Gibt es ein Problem?“
„So ähnlich, der Maier hat Montezumas Rache…“
„Du meinst Scheißerei?“
„Hm… ja und der Müller hat ein Furunkel am Ar… Allerwertesten, der hat heute schon einen Termin bei Feldscher,“ berichtete Eismann zerknirscht.
„Der Arme, ok dann nur wir acht“, bestätigte Harpe und jeder ging seinen Weg.
Mittlerweile war es Mittag, die Sonne brannte noch heißer, die Hitze und der Staub wurden unerträglich. Im Lager war kaum jemand auf der Straße zu sehen. Die meisten Soldaten verbrachten die Mittagszeit lieber in der gekühlten Kantine oder den Aufenthaltsräume die eine Klimaanlage hatten.
Über den Hesco-Barrieren flimmerte bereits die Hitze. Wachposten standen auf den Türmen über dem Lager. Auf dem Fahrzeugparkplatz warteten zwei Dingos im Staub. Der ATF Dingo war ein gepanzertes Radfahrzeug. Es bot exzellenten Schutz gegen Minen, Sprengfallen (IEDs) und Beschuss. Er war für Patrouillen- und Transportaufgaben konzipiert.
Harpe trat aus dem Schatten und zog sich die Sonnenbrille auf. Er trat vor seinen Zug der neben den Fahrzeugen im Schatten stand.
„Alles fertig, Feldwebel?“
„Es kann los gehen“, kam die Antwort von Eismann.
Harpe ließ den Blick über seine Männer schweifen.
„Also Männer, jeder kennt seine Aufgabe, seinen Platz. Haltet die Augen auf, passt auf euren Kameraden auf, Sichtkontakt nicht vergessen. Wir fahren gemeinsam raus und kommen gemeinsam wieder nach Hause“, sagte Harpe.
„Jawohl, Herr Leutnant“, rief der Zug grinsend im Chor, sie wussten alle das Harpe es nicht mochte als Leutnant angesprochen zu werden. LT, akzeptierte er noch gerade so.
Eismann trat neben Harpe.
„So Mädels muss noch mal jemand auf Töpfchen, bevor es los geht?“
Alle lachten. Eismann war zufrieden, seine Jungs waren gut drauf.
„Aufsitzen“, befahl Eismann.
Die Männer setzten sich in Bewegung. Türen klappten auf. Ausrüstung wurde verstaut. Metall schlug gegen Metall.
Eismann zog sich am Griff hoch und verschwand im Inneren des Fahrzeugs, setzte seinen Helm auf und zog den Kinnriemen fest.
„Also klar, Herr Leutnant.“
Harpe sah zu den Fahrzeugen. Er blieb noch einen Moment draußen stehen, legte die Hand auf die warme Panzerung und sah in Richtung Tor.
„Zeit für unseren gemütlichen Ausflug“, rief er und drehte seine rechte Hand. Bei den Dingos starteten dröhnend die Motoren. Harpe stieg ein. Die Fahrzeuge setzte sich langsam in Bewegung. Die Reifen fraßen sich durch den losen Boden, während sie auf das große Tor zufuhren. Zwei Wachposten standen daneben und beobachteten die Ausfahrt. Einer hob kurz die Hand. Dann rollten sie hinaus. Sobald sie das Camp verließen, änderte sich die Welt. Der Lärm des Lagers fiel hinter ihnen zurück. Vor ihnen lag nur noch die Straße. Staub, Hitze und die endlosen Hügel Afghanistans.
Im Inneren des Dingos war es eng. Der Geruch von Ausrüstung, Öl und Schweiß lag in der Luft. Eismann lehnte sich zurück.
„Ich sag’s dir das wird wieder so ein Spaziergang“, murmelte Eismann im Dingo zwei über Funk.
Einer der jungen Soldaten grinste. Harpe sah kurz zu ihm.
„Dann genieß ihn“, sagte er ruhig.
Für einen Moment sagte keiner etwas. Der Funk knackte leise. DProlog
Camp Warehouse lag etwa zehn Kilometer südöstlich von Kabul. Sandstaub lag über dem Lager wie ein feiner Film. Der Geruch von Diesel, heißem Metall und trockenem Sand hing in der Luft. Generatoren brummten ununterbrochen und legten sich wie ein dumpfer Ton über alles.
Leutnant Robert Harpe und Feldwebel Andreas Eismann verließen den Dusch-Container, nur in Khaki Shorts und Badelatschen. Wasser tropfte noch von ihren Haaren und hinterließ dunkle Flecken im Sand. Sie blieben kurz stehen und schauten über das Lager. „Endlich wieder sauber“, murmelte Eismann und fuhr sich durch seine fast weiße Igelfrisur.
Harpe sagte nichts. Er griff nur nach seinem Handtuch und ging weiter Richtung ihres Zeltes. Neben dem Container röhrte ein Generator und kämpfte gegen die Hitze an. Vergeblich.
„Schau mal zur Fressbude, wir sind wieder zu spät, die Schlange steht schon bis vors Zelt“, sagte Eismann und deutete zur Feldküche.
„Dann sehen wir zu das wir fertig werden.“
Eismann nickte zustimmend.
„Ist dir schon mal aufgefallen, das dir die Kameraden immer hinterher schauen?“
Harpe warf ihm einen kurzen Blick zu.
„Das wird wohl an meinem schönen Rücken liegen“, antwortete Eismann achselzuckend.
Auf Eismanns Rücken prangte eine große Brandwunde von einer ihrer letzten Patrouillen. Ein paar der Narben glänzten noch hell in der Morgensonne. Harpe und Eismann kannten sich schon seit ein paar Jahre. Sie stammten beide aus Bad Reichenhall. Vor einem Jahr war Eismann zu Harpes Zug gewechselt und war jetzt der zweite Mann im Zug.
Feldküche
Leutnant Harpe und Feldwebel Eismann standen in der Schlange vor der Essensausgabe der Feldküche. Das Gedrängel nahm zu. Die Sonne stand noch nicht lange über den sandigen Hügeln Afghanistans, aber man spürte sie schon auf der Haut. Vor der Feldküche drängten sich Soldaten. Stimmen, Gelächter, das Klappern von Tabletts. An der Ausgabe drängten sich Soldaten aus allen möglichen Einheiten, sogar ein paar von der Marine waren dabei. Jeder wollte möglichst schnell an sein Frühstück kommen. Der Geruch von Kaffee, Rührei und angebratenem Speck mischte sich mit dem Aroma der Wüste.
Eismann schob sein Tablett ein Stück weiter nach vorne.
„Wenn das hier noch länger dauert, gibt’s statt Frühstück, Mittagessen“, brummte er.
Harpe grinste leicht.
„Sei froh, dass es überhaupt warmes Essen gibt.“
In diesem Moment versuchte sich ein Seemann von der Seite vorzudrängeln und stieß Eismann mit dem Ellenbogen an. Eismann blieb stehen und drehte langsam den Kopf. Als er einen Marine Soldaten erkannte.
„Fisch Köpp bäh“, sagte er zu Harpe und spuckte auf den Boden.
„He, Wasserkopp“, knurrte er. „Die Freßgasse für euch ist neben der Latrine.“
Der Marinesoldat drehte sich langsam um. Seine Augen funkelten wütend.
„Was will der Schlammkriecher denn hier?“, sagte der Seemann geringschätzig.
Der Marinesoldat war größer, breiter. Tattoos zogen sich über seine kräftigen Arme. Sein Blick war nicht freundlich. Der Seemann füllte Eismanns Blickfeld fast komplett aus.
Eismann reichte sein Tablett wortlos an Harpe weiter. Für einen Moment schien alles still zu stehen. „Halt mal.“
Harpe kannte diesen Ton. Eismann rollte die Schultern. Harpe sah sofort, wohin das führte. Prügeleien in der Feldküche waren das Letzte, was der General im Lager sehen wollte.
Harpe hob beschwichtigend die Hand. Das würde gleich eskalieren. „Meine Herren“, sagte er ruhig. „Wollt ihr euch wegen dem Fraß hier, wirklich prügeln?“ Er deutete auf die dampfenden Metallbehälter hinter der Ausgabe. „Das lohnt sich doch gar nicht.“
Der Marinesoldat wollte gerade Eismann am Kragen greifen, dann sah er es. Ein kurzer Moment. Dann fiel der Blick des Seemanns auf Harpes Brust. Das Rangabzeichen. zeichnete sich dunkel auf dem verschwitzte Khaki Shirt ab. Er schluckte und schwieg. Sofort richtete sich der Seemann auf.
„Verzeihung, Herr Leutnant. Hab Sie nicht gleich erkannt.“
Eismann schnaubte leise.
„Ja, ein Missverständnis mit Ellenbogen.“
„Beruhigt euch, es genug für alle da“, lachte Harpe.
Bevor die Situation weiter eskalieren konnte, kam ein anderer Soldat ihnen entgegen, der sein leeres Tablett zurückbringen wollte. Er blieb kurz stehen.
„Ach… Leutnant Harpe.“
Harpe sah auf.
„Der Alte will Sie sehen.“
„Jetzt?“
„Jetzt!“
Der Soldat zuckte mit den Schultern und ging weiter. Eismann nahm sein Tablett wieder an sich. Der Marinesoldat stellte sich brav hinter Harpe in die Schlange. „Na wunderbar. Nicht mal frühstücken lassen sie einen.“ murmelte Harpe. Er nahm seinen Becher Kaffee.
„Heb mir was auf.“
Eismann grinste.
„Wenn die Marine nicht alles wegfrisst“, sagte Eismann und zeigte mit dem Daumen hinter sich.
Kommandozelt
Im Kommandozelt war es bereits früh am Morgen unerträglich heiß. Die Luft stand fast still, und der Geruch von Kaffee, Staub und verschwitzter Uniform hing schwer zwischen den Zeltwänden.
Fliegen kreisten träge um eine halbleere Kaffeetasse auf dem Tisch. Eine setzte sich kurz an den Rand, wurde aber sofort wieder von Hartmann verscheucht, der an der Tasse nippen wollte. Der Hauptmann stand über einer Karte gebeugt und stützte sich mit beiden Händen auf den Tisch. Harpe blieb am Eingang stehen.
„Herr Hauptmann, Leutnant Harpe meldet sich zur Stelle.“
Hartmann blickte auf und verzog das Gesicht.
„Schon gut, Harpe. Kommen Sie her.“
„Mal ganz locker, Harpe. Sie wissen doch, dass ich das nicht mag.“
Harpe trat näher.
„Verzeihung, Herr Hauptmann. Gelernt ist gelernt.“
Hartmann schnaubte.
„Geschenkt.“
Er griff nach seiner Kaffeetasse, sah hinein und stellte sie angewidert wieder ab. „Also gut. Ich habe einen Auftrag für Sie.“ Er stand vor der großen Karte, die mit Klebeband an einer Holzwand befestigt war. Mehrere rote Markierungen waren darauf eingezeichnet. Hartmann deutete mit dem Finger auf einen kleinen Punkt nordöstlich des Lagers.
„Hier.“
Harpe trat näher.
„Das Dorf … nördlich von Kabul in der Provinz Logar
Hartmann verzog das Gesicht.
„Keine Ahnung, wie man das ausspricht.
Harpe lächelte leicht.
„Afghanistan.“
Hartmann nickte.
„Genau.“
Er tippte erneut auf die Karte. „Hier steht eine Wasserpumpstation. Die Anlage wurde vor zwei Jahren von einer Hilfsorganisation gebaut.“
Harpe verschränkte die Arme.
„Und jetzt?“
Hartmann sah ihn ernst an.
„Jetzt benutzen sie alle.“
Er machte eine kurze Pause.
„Die Dorfbewohner… und die Taliban.“
Harpe schwieg.
Hartmann fuhr fort.
„Offiziell ist es ein ziviles Projekt. Inoffiziell haben wir Hinweise, dass sich dort regelmäßig Taliban-Kämpfer treffen.“
Er sah Harpe direkt an.
„Ich will wissen, was da draußen wirklich los ist.“
Für einen Moment blieb es still zwischen ihnen.
„Aufklärung?“, wollte Harpe wissen.
„Genau.“
Hartmann verschränkte die Hände hinter dem Rücken.
„Sie fahren mit Ihrem Zug raus. Fahren Sie die Jalalabad Road, bis zu dieser Abzweigung Richtung Logar Province.“
Der Hauptmann fuhr mit dem Finger über die Karte.
„Folgen Sie der Straße bis zu diesem Dorf hier.“
„Das Dorf, wenn man das so nennen kann, liegt etwa sechzig Kilometer nordöstlich von hier.“
Hartmann grinste trocken. Harpe seufzte leise.
„Schauen Sie sich die Anlage an, sprechen Sie mit den Dorfbewohnern und melden Sie mir, was Sache ist.“
Harpe nickte langsam.
„Wann geht’s los?“
„Machen sie sich im Lagezentrum mit den Örtlichkeiten vertraut. Vergessen Sie nicht bei den Eierköpfen von der Aufklärung, rein zu schauen.“
„Natürlich.“
Hartmann trat wieder zum Tisch zurück.
„Noch etwas.“
Harpe sah ihn an.
„Seien Sie vorsichtig.“
„Das sind wir immer.“
Hartmann schüttelte leicht den Kopf.
„Heute vielleicht ein bisschen mehr“, warnte Hartmann.
Er sah wieder auf die Karte.
„Die Gegend ist in letzter Zeit…mh… sagen wir unruhig.“
„Verstanden“, nickte Harpe.
Hartmann griff wieder nach seiner Tasse, stellte aber fest, dass sie immer noch leer war.
„Und jetzt verschwinden Sie, bevor die Feldküche dichtmacht.“
Harpe schaute auf die Uhr und grinste hungrig.
„Zu spät.“
Harpe verließ das Kommandozelt. Für einen Moment blieb er stehen. Er konnte nicht sagen warum… aber irgendetwas stimmte nicht.
Er machte sich auf den Weg zum Lagezentrum. Auf der staubigen Lagerstraße lief ein junger Soldat an ihm vorbei.
„He… sie sind der neue vom ersten Zug“, rief er ihm hinter her.
Der Soldat blieb abrupt stehen und drehte sich zu Harpe um.
„Herr Leutnant?“
„Wissen Sie wo die Zelte vom zweiten Zug sind?“
„Jawohl, Herr Leutnant.“
„Suchen sie Feldwebel Eismann und sagen sie ihm er soll ins Lagezentrum kommen.“
„Jawohl Herr Leutnant, wie erkenne ich Ihn?“, fragte er dümmlich.
„Er ist wohl der einzige Soldat im Lager sein, der eine weiße Igelfrisur hat.“
„Jawohl!“
Der Soldat lief weiter. Harpe konnte nur den Kopf schütteln.
Diese grünen Jungs, verhalten sich immer noch wie zu Hause auf dem Kasernenhof, aber das lernt er auch noch, dachte er und betrat das Lagezentrum.
Kapitel 1
Kabul, Afghanistan
Camp Warehouse
Lagezentrum
Als Harpe das Lagezentrum betrat, schlug ihm sofort die abgestandene Hitze entgegen. Mehrere Ventilatoren brummten träge unter der Zeltdecke, schafften es aber kaum, die warme Luft zu bewegen. Auf großen Klapptischen lagen Karten ausgebreitet, daneben Funkgeräte, Notizblöcke und halb geleerte Kaffeebecher. Zwei Soldaten beugten sich über einen Laptop und diskutierten leise über Koordinaten. An der hinteren Zeltwand hing eine große Karte der Region von Kabul. Rote und blaue Markierungen zeigten Straßen, Dörfer und bekannte Zwischenfälle. Harpe trat näher an die Karte heran. Ein Stabsunteroffizier blickte kurz auf.
„Kann ich helfen, Herr Leutnant? “
„Ich brauche Informationen zu einem Dorf hier oben in der Logar-Provinz “, sagte Harpe und deutete auf die Karte.
Der Soldat nickte, nahm einen Stift und trat neben ihn.
„Das hier meinten Sie?“
Er kreiste ein kleines Dorf ein.
„Ungefähr sechzig Kilometer nördlich von hier. Kleines Dorf, vielleicht zwanzig Häuser. Die Straße dorthin ist größtenteils unbefestigt.“
Harpe verschränkte die Arme und betrachtete die Karte.
„Gelände?“
„Kleines Plateau rechts der Straße über dem Dorf. Felder entlang eines kleinen Bewässerungskanals. Im Sommer ziemlich staubig.“
Der Soldat redete weiter.
„Hier gibt es eine Wasserpumpstation. Die versorgt mehrere Dörfer in der Umgebung.“
Harpe nickte langsam.
„Genau da müssen wir hin.“
„Engstellen?“ fragte Harpe weiter.
Der Stabsunteroffizier zeigte auf eine Kurve einige Kilometer vor dem Dorf.
„Hier. Eine kleine Brücke über einen trockenen Graben. Fahrzeuge müssen dort langsamer fahren.“
In diesem Moment trat Feldwebel Eismann ins Zelt. Er blieb kurz stehen, ließ den Blick über die Karten und Geräte schweifen und trat dann neben Harpe.
„Ich hatte schon befürchtet, dass Ihr ohne mich anfangt.“
Harpe deutete auf die Karte.
„Wir fahren raus. Kleines Dorf in der Logar-Provinz.
Wasserpumpstation überprüfen. Nichts Besonderes.“
Eismann beugte sich über die Karte.
„Nichts Besonderes gibt es hier unten selten.“
Harpe sah noch einmal auf die Karte. Irgendetwas daran gefiel ihm nicht. Er konnte nur nicht sagen, was es war.
„Deshalb schauen wir vorher bei den Eierköpfen vorbei.“
Eismann nickte zustimmend.
„Gute Idee.“
Ein paar Minuten später betraten sie den Container der militärischen Aufklärung.
Im Inneren war es deutlich kühler. Mehrere Bildschirme zeigten Karten, Funkverkehr und Satellitenbilder. Ein Analyst mit Brille und Headset saß vor einem Monitor und tippte etwas in die Tastatur. Er blickte auf, als Harpe und Eismann eintraten.
„Was kann ich für Sie tun?“
Harpe trat an den Tisch. „Wir fahren zu diesem Dorf.“ Er schob ihm die Koordinate auf einem Zettel zu.
Der Analyst tippte kurz etwas ein. Auf einem Bildschirm erschien ein Satellitenbild der Gegend.
„Letzte Woche gab es dort eine gemeldete Bewegung.“
Eismann hob eine Augenbraue.
„Taliban?“
Der Analyst zuckte mit den Schultern. „Nicht bestätigt. Drei oder vier bewaffnete Männer wurden gesehen. Könnten auch lokale Milizen gewesen sein.“
Harpe betrachtete das Bild.
„Feindliche Aktivitäten in der Nähe?“
„Keine bestätigten Sichtungen.“
Der Analyst zoomte weiter hinein.
„Aber dem Plateau hier wären ein gute Stelle für einen Hinterhalt.“
Eismann verschränkte die Arme.
„Natürlich wären es das.“
Harpe nickte langsam.
„Danke. Das reicht uns.“
Als sie den Container wieder verließen, war die Sonne bereits höher gestiegen.
„Alles klar Eismann, sag den Jungs Bescheid. Mach zwei Dingos fertig. Munition, Verpflegung du weist ja… Ach ja, diesmal nicht die Muni für das Fünfziger vergessen, nicht wie beim letzten Mal. Da hatten wir Schwein das wir sie nicht gebraucht haben“ sagte Harpe.
„Der ganze Zug?“
„Warum? Gibt es ein Problem?“
„So ähnlich, der Maier hat Montezumas Rache…“
„Du meinst Scheißerei?“
„Hm… ja und der Müller hat ein Furunkel am Ar… Allerwertesten, der hat heute schon einen Termin bei Feldscher,“ berichtete Eismann zerknirscht.
„Der Arme, ok dann nur wir acht“, bestätigte Harpe und jeder ging seinen Weg.
Mittlerweile war es Mittag, die Sonne brannte noch heißer, die Hitze und der Staub wurden unerträglich. Im Lager war kaum jemand auf der Straße zu sehen. Die meisten Soldaten verbrachten die Mittagszeit lieber in der gekühlten Kantine oder die Aufenthaltsräume die eine Klimaanlage hatten.
Über den Hesco-Barrieren flimmerte bereits die Hitze. Wachposten standen auf den Türmen über dem Lager. Auf dem Fahrzeugparkplatz standen zwei Dingos und warteten im Staub.
Schwer gepanzert. Kantig. Fahrzeuge, die selbst eine Mine nicht so schnell stoppen konnte.
Harpe trat aus dem Schatten und zog sich die Sonnenbrille auf. Er trat vor seinen Zug der neben den Fahrzeugen im Schatten stand.
„Alles fertig, Feldwebel?“
„Es kann losgehen“, kam die Antwort von Eismann.
Harpe ließ den Blick über seine Männer schweifen.
„Also Männer, jeder kennt seine Aufgabe, seinen Platz. Haltet die Augen auf, passt auf euren Kameraden auf. Sichtkontakt nicht vergessen. Wir fahren gemeinsam raus… und kommen gemeinsam wieder nach Hause.“
„Jawohl, Herr Leutnant“, rief der Zug grinsend im Chor, sie wussten alle das Harpe es nicht mochte als Leutnant angesprochen zu werden. LT, akzeptierte er noch gerade so.
Eismann trat neben Harpe.
„So Mädels muss noch mal jemand auf Töpfchen, bevor es losgeht?“
Alle lachten. Eismann war zufrieden, seine Jungs waren gut drauf. „Aufsitzen“, befahl Eismann.
Die Männer setzten sich in Bewegung. Türen klappten auf. Ausrüstung wurde verstaut. Metall schlug gegen Metall.
Eismann zog sich am Türgriff hoch und verschwand im Inneren des Fahrzeugs, setzte seinen Helm auf und zog den Kinnriemen fest.
„Alles klar, Herr Leutnant.“
Harpe sah zu den Fahrzeugen. Er blieb noch einen Moment draußen stehen, legte die Hand auf die warme Panzerung und sah in Richtung Tor. „Zeit für unseren gemütlichen Ausflug“, rief er und hob seine rechte Hand und machte eine Kreisbewegung. Bei den Dingos starteten dröhnend die Motoren. Harpe stieg ein. Die Fahrzeuge setzte sich langsam in Bewegung. Die Reifen fraßen sich durch den losen Sand, während sie auf das große Lager Tor zufuhren. Zwei Wachposten standen daneben und beobachteten die Ausfahrt. Einer hob kurz die Hand. Dann rollten sie hinaus. Sobald sie das Camp verließen, änderte sich die Welt. Der Lärm des Lagers fiel hinter ihnen zurück. Vor ihnen lag nur noch die Straße. Staub, Hitze und die endlosen Hügel Afghanistans.
Im Inneren des Dingos war es eng. Der Geruch von Ausrüstung, Öl und Schweiß lag in der Luft. Eismann lehnte sich zurück.
„Ich sag’s dir das wird wieder so ein Spaziergang“, murmelte Eismann im Dingo zwei über Funk.
Einer der jungen Soldaten grinste. Harpe sah kurz zu ihm.
„Dann genieß ihn“, sagte er ruhig.
Für einen Moment sagte keiner etwas. Der Funk knackte leise. Die Straße zog sich vor ihnen in die Ferne. Und irgendwo dort draußen wartete ihr Auftrag.
Hinter dem letzten Kontrollpunkt lag Afghanistan.ie Straße zog sich vor ihnen in die Ferne. Und irgendwo dort draußen wartete ihr Auftrag. Hinter dem letzten Kontrollpunkt lag Afghanistan.
Du willst wissen, wie es weitergeht…?
🔥 Der Einsatz ist noch lange nicht vorbei.
SG5 – Kabul – Der Härtetest
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